Grundlagen der Anatomie und Sportmedizin
1. Grundlagen der Anatomie und Sportmedizin
- Bandscheiben befinden sich im SCG (Segmentale Gelenk), im Kiefer und im HaG (Halsgelenk).
- Gelenklippen sind vorhanden am HG (Hüftgelenk) und am SG (Schultergelenk).
- Das Periost (Knochenhaut) besitzt einen eigenen Stoffwechsel und enthält Blutgefäße, Lymphgefäße und Nervengefäße.
- Die Herzmuskulatur gehört zur Gruppe der quergestreiften Muskeln.
- Der M. Latissimus dorsi ist der flächenmäßig größte Muskel des Körpers.
- Eine Gelenkfaszie ist kein Bestandteil eines Gelenks.
- Die Muskelfaszie verhindert nicht das Abrutschen der Sehnenscheide und überträgt keine Zugwirkung auf die Muskulatur.
- Blase und Darm bestehen aus glatter Muskulatur.
- Muskeln gehören nicht zu den Gelenksbegriffen.
- Bänder gehören zu den Gelenksbegriffen, jedoch nicht zum Muskelhilfsapparat.
- Schleimbeutel gehören zum Muskelhilfsapparat, kommen aber auch in Gelenken vor.
Wichtig: Achte genau auf die Begriffe, z. B. Knochenhaut (Periost) vs. Knorpelhaut.
Hüftgelenk
1. Hüftgelenk – Wichtige Fakten und Begriffe
- Seitenbänder stabilisieren das Hüftgelenk in der Frontalebene bei Extension.
- Muskelfaszien übertragen nicht die Zugwirkung auf die Muskulatur.
- Krepitation bezeichnet Geräusche wie Knirschen oder Aneinanderreiben von Knochenstrukturen oder Sehnen.
- Hämatom ist kein typisches Zeichen einer Sehnenscheidenentzündung.
- Entmineralisierung des Knochens kann zu Frakturen führen.
- Spaltung der umliegenden Faszien ist keine Therapieform bei Bursitis.
2. Sportmedizinische Hinweise
| Begriff | Bedeutung / Hinweis |
|---|---|
| Retinacula | Gehört zur Hand, nicht direkt zum Hüftgelenk |
| Krepitation | Geräusche durch Reibung von Knochen oder Sehnen |
| Hämatom | Nicht typisch bei Sehnenscheidenentzündung |
| Entmineralisierung | Kann Frakturen verursachen |
| Faszienspaltung | Keine Therapie bei Bursitis |
Merke: Seitenbänder sind entscheidend für die Stabilität des Hüftgelenks in der Frontalebene bei Extension.
Kniegelenk
1. Kniegelenk – Wichtige Fakten und Merkmale
- Fibula ist kein Teil des Kniegelenks. Das Kniegelenk besteht primär aus Femur, Tibia und Patella.
- Menisken gehören zu den Gelenksstrukturen, nicht zu den Knochen. Sie dienen als Puffer und Stabilisierung im Knie.
- M. Rectus femoris umfasst die Patella. Diese Aussage ist korrekt und wichtig für die Funktion des Quadrizeps.
- Ischiocrurale Muskulatur:
- Besteht aus zwei Teilen, die zum Gänsefüßchen ziehen.
- M. Semitendinosus dreht den Unterschenkel nicht nach außen.
- Beim Radsport ist die Ischiocrurale Muskulatur besonders wichtig.
- Sesambein = Os sesamoideum. Die Patella ist ein Sesambein im Knie.
2. Verletzungen und Besonderheiten
- Ligamentrupturen treten eher bei schnellen Bewegungen auf als bei langsamen.
- Luxationen im Knie führen häufig zu Bandverletzungen.
- Geschlossene Frakturen sind durch das Fehlen von Hautverletzungen gekennzeichnet.
- Hüftgelenk:
- Luxationen sind selten.
- Eine pertrochantäre Fraktur betrifft die Hüfte.
- Die sogenannte „Handballerleiste“ existiert nicht als Diagnose.
Das Kniegelenk umfasst keine Fibula, die Menisken sind Gelenksstrukturen, und die Ischiocrurale Muskulatur spielt eine zentrale Rolle bei der Bewegung und Stabilität des Knies.
Fuß- und Sprunggelenke
1. Fuß- und Sprunggelenke
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Syndesmose: Verhindert das Auseinanderklaffen der Malleolengabel und sorgt so für Stabilität im Sprunggelenk.
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Menisken: Gehören zu den Gelenksbegriffen, nicht zu den Knochenbegriffen. Sie haben einen keilförmigen Querschnitt und dienen der Gelenkstabilisierung.
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Fibula: Ist kein Teil des Kniegelenks.
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M. Rectus femoris: Umfasst die Patella.
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Ischiocrurale Muskulatur: Zwei Anteile ziehen zum Gänsefüßchen (Pes anserinus).
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Genu recurvatum: Zustand mit zu schwacher ischiocruraler Muskulatur, führt zu Überstreckung des Kniegelenks.
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Patellaspitzensyndrom: Ansatzreizung des M. Quadriceps an der Patellaspitze, häufig bei Überlastung.
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Schubladentest: Wird zur Prüfung der Stabilität beider Kreuzbänder im Kniegelenk angewendet.
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Chondropathia patellae: Entsteht durch exzentrisches Training des Quadriceps, führt zu Knorpelschäden an der Patella.
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Kompartmentsyndrom: Charakterisiert durch Anschwellung des Gewebes, Spaltung der Faszie und oft kombiniert mit Knochenhautreizung.
Wichtig: Die Syndesmose verhindert das Auseinanderklaffen der Malleolengabel und ist entscheidend für die Stabilität des Sprunggelenks.
Wirbelsäule
1. Wirbelsäule – Wesentliche Fakten
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Rückenmark endet auf Höhe von L1: Das Rückenmark reicht bis zum ersten Lendenwirbel (L1), darunter verläuft der Cauda equina.
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Wirbel sind unregelmäßige Knochen: Sie besitzen keine einheitliche Form, sondern variieren je nach Abschnitt der Wirbelsäule.
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Incisura transversus fehlt bei Wirbeln: Diese Einschnitte sind bei den Wirbeln nicht vorhanden.
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Bandscheiben (Disci) sind nicht starr: Sie sind beweglich und ermöglichen Flexibilität der Wirbelsäule.
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Warzenfortsatz gehört nicht zur Halswirbelsäule: Dieser Dornfortsatz ist charakteristisch für andere Wirbelabschnitte, nicht für die Halswirbelsäule.
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Zwerchfell ist ein Atemmuskel: Es trennt Brust- und Bauchraum und ist maßgeblich an der Atmung beteiligt.
Die Bandscheiben ermöglichen Beweglichkeit und Stoßdämpfung der Wirbelsäule, sie sind nicht starr.
Schultergelenk
1. Schultergelenk
Das Schultergelenk ist ein Kugelgelenk, das durch die Verbindung von Humeruskopf und Glenoid der Scapula gebildet wird. Es ermöglicht eine große Bewegungsfreiheit in mehreren Ebenen.
a) Gelenktypen und Bewegungen
- Kugelgelenk mit drei Freiheitsgraden: Flexion/Extension, Abduktion/Adduktion, Innen-/Außenrotation.
- Bewegungen werden durch Muskeln, Bänder und die Gelenkkapsel stabilisiert.
b) Gelenkflächen und Strukturen
- Glenoid ist eine flache Gelenkpfanne, die durch den Glenoidlabrum (Faserknorpelring) vertieft wird.
- Humeruskopf ist groß und rund, passt aber nur locker in das Glenoid, was die Beweglichkeit erhöht, aber Stabilität verringert.
c) Stabilisierung des Schultergelenks
- Rotatorenmanschette (M. supraspinatus, infraspinatus, teres minor, subscapularis) stabilisiert das Gelenk dynamisch.
- Bänder: Lig. coracohumerale, Lig. glenohumerale (superior, mediale, inferior) verstärken die Gelenkkapsel.
- Gelenkkapsel ist relativ locker, um Beweglichkeit zu erlauben.
d) Weitere wichtige Strukturen
- Bursa subacromialis reduziert Reibung zwischen Rotatorenmanschette und Acromion.
- Schulterblatt (Scapula) bewegt sich mit, um die Bewegungsamplitude zu erhöhen.
e) Klinische Relevanz
- Schulterluxationen treten häufig auf wegen der geringen knöchernen Führung.
- Entzündungen der Bursa (Bursitis) oder der Rotatorenmanschette sind häufige Ursachen von Schulterschmerzen.
Merke: Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des Körpers, dessen Stabilität vor allem durch Muskeln und Bänder gewährleistet wird.
Ellbogengelenk
1. Ellbogengelenk
Das Ellbogengelenk ist ein zusammengesetztes Gelenk, das aus drei Teilgelenken besteht:
| Teilgelenk | Gelenktyp | Funktion |
|---|---|---|
| Articulatio humeroulnaris | Scharniergelenk | Beugung und Streckung des Ellenbogens |
| Articulatio humeroradialis | Kugelgelenk (eingeschränkt) | Beugung, Streckung, Pronation und Supination |
| Articulatio radioulnaris proximalis | Radgelenk | Pronation und Supination des Unterarms |
a) Gelenkflächen und Bänder
-
Gelenkflächen:
- Humerus: Trochlea humeri und Capitulum humeri
- Ulna: Incisura trochlearis
- Radius: Fovea articularis am Kopf des Radius
-
Bänder:
- Ligamentum collaterale ulnare: stabilisiert medial
- Ligamentum collaterale radiale: stabilisiert lateral
- Ligamentum anulare radii: hält Radiuskopf am Ulna fest
b) Bewegungen
- Flexion (Beugung): ca. 140-150°
- Extension (Streckung): bis 0°, selten Hyperextension
- Pronation und Supination: ca. 80-90° jeweils, ermöglicht durch proximales und distales Radioulnargelenk
c) Funktionelle Bedeutung
- Ermöglicht präzise Bewegungen der Hand durch Kombination von Beugung/Streckung und Drehbewegungen des Unterarms.
- Stabilität wird durch knöcherne Strukturen und Bänder gewährleistet, wichtig für Kraftübertragung und Schutz vor Verrenkungen.
Das Ellbogengelenk ist ein komplexes Gelenk, das durch seine Kombination aus Scharnier- und Radgelenken vielfältige Bewegungen des Unterarms ermöglicht.
Handgelenk
1. Gelenktypen im Handgelenk
- Handwurzelknochen sind kurze Knochen.
- Das Handgelenk besteht aus mehreren Gelenken, die unterschiedliche Bewegungen ermöglichen.
- Im Ellbogengelenk (EG) finden keine Pronation (PF) und Supination (DE) statt.
- Das EG ist kein Kugelgelenk, sondern besteht aus Scharnier-, Dreh- und Radgelenken.
- Bewegungen finden immer in Gelenken und nicht in Knochen statt.
2. Bewegungsumfang und Gelenkmechanik
- Ohne Roll-Gleit-Bewegung würde der Humerus ab 90° an das Acromion stoßen.
- Die Elevation (Heben des Arms) ist durch das Zusammenspiel von Roll- und Gleitbewegungen möglich.
3. Besonderheiten des Handgelenks
| Aspekt | Beschreibung |
|---|---|
| Handwurzelknochen | Kurze Knochen, oft mit Fußwurzelknochen verwechselt |
| Daumen | Besondere Betrachtung der Gelenkpartner und Bewegungen notwendig |
| Karpaltunnelsyndrom (SM) | Diagnose durch Messung der Nervenleitgeschwindigkeit wichtig |
| Karpaltunnelsyndrom (SM) | Gehört nur zur Hand, nicht zum Ellbogen, verläuft vom Unterarm bis zur Hand |
4. Klinische Hinweise
- ACG-Sprengung ist keine Folge einer Schulterarthrose.
- Das Karpaltunnelsyndrom betrifft den Verlauf vom Unterarm bis zur Hand, nicht den Ellbogen.
Bewegungen im Handgelenk sind komplex und basieren auf der Zusammenarbeit verschiedener Gelenktypen und Knochen, wobei klinische Besonderheiten wie das Karpaltunnelsyndrom zu beachten sind.