Kommunikation
- Paraverbale Ebene: Art & Weise des Sprechens (Betonung, Lautstärke, Tonhöhe, Sprechtempo, Artikulation) beeinflusst Verständnis der Aussage.
- Nonverbale Kommunikation: Kommunikation ohne Worte (Mimik, Gestik, Körperhaltung, Abstand, Pausen) zeigt Gefühle, Aufmerksamkeit, Interesse.
- Blickkontakt: signalisiert Aufmerksamkeit, motiviert Gespräche.
- Pausen: können wichtige Bedeutungsträger sein, z.B. bei Gesprächen über Gefühle.
Paul Watzlawick - 5 Axiome der Kommunikation
| Axiom | Inhalt |
|---|---|
| 1 | Man kann nicht nicht kommunizieren (auch Schweigen sendet Botschaft) |
| 2 | Jede Kommunikation hat Inhalts- & Beziehungsebene (Inhalt = Sachinformation, Beziehung = Haltung zum Gegenüber, Appell beeinflusst Interpretation) |
| 3 | Natur der Beziehung durch Interpunktion der Kommunikationsabläufe bestimmt (jeder sieht Ursache & Wirkung aus eigener Perspektive) |
| 4 | Kommunikation erfolgt digital (gesprochene Worte) & analog (Körpersprache, Mimik, Gestik, Stimme) |
| 5 | Kommunikation ist symmetrisch (gleichgestellt) oder komplementär (übergeordnete Rolle) |
Schulz von Thun: Nachrichtenquadrat (4-Seiten-Modell)
-
Jede Nachricht enthält vier Botschaften:
- Sachebene: Information
- Selbstkundgabe: Was sagt der Sprecher über sich?
- Beziehungsebene: Wie steht der Sprecher zum Gegenüber?
- Appellebene: Was möchte der Sprecher bewirken?
-
Empfänger hat 4 Ohren: Sachohr, Selbstoffenbarungsohr, Beziehungsohr, Appellohr.
Professionelle Kommunikation
- Gespräche respektvoll, verständlich, wertschätzend führen.
- Wichtige Bedingungen: Vertrauen, Blickkontakt, Ich-Botschaften, Mimik, Gestik, keine Vorwürfe, sachliche und klare Sprache.
Zitieren
- Wörtliches Zitieren: genau wortgetreu („...“).
- Sinngemäßes Zitieren: Inhalt in eigenen Worten („Vgl.“).
- Zitieren aus dem Internet: vollständige Quellenangabe.
- Zitat aus zweiter Hand: genaue Quellenangabe (VN, T, NT, A, O, J, S).
- Tabellen/Grafiken: nur bei nicht auffindbarem Original, Fußnote „z“.
- Literaturverzeichnis: Pflicht.
Grammatik: „das“ vs. „dass“
| Wort | Funktion | Beispiel |
|---|---|---|
| das | Artikel | Das Auto ist grün. |
| das | Pronomen | Das Mädchen, das in der Sonne liegt, ist warm. |
| dass | Konjunktion | Denk daran, dass du noch tanken musst. |
Groß- und Kleinschreibung von Zeitangaben
- Wochentage: Montag, Dienstag, Mittwoch... (groß)
- Zeitangaben mit Artikel: am Morgen, der Abend
- Zeitangaben mit Pronomen: diesen Morgen
- Nach Präpositionen mit Artikel: am Mittag, am Abend
- Adverbien: heute, morgen, nachts, mittags
- Uhrzeiten: halb acht, um zehn, gegen fünf
- Zusammengesetzte Zeitangaben enden auf „-s“: montagmorgens
Konjunktiv I & II
| Modus | Verwendung | Bildung | Beispiel |
|---|---|---|---|
| Konjunktiv I | indirekte Rede | Verbstamm + Endung (ich -e, du -(e)st, er -e, wir -en, ihr -(e)t, Sie -en) | Er sagte, er habe Hunger. |
| Konjunktiv II | Wunsch, Möglichkeit, Irrealität | würde + Infinitiv | Ich würde gern verreisen. |
- Dreisprungregel: Direkte Rede → Konjunktiv I → Indirekte Rede
Argumentieren
- Behauptung / These: eigener Standpunkt
- Begründung: Erklärung des Arguments
- Beispiel: persönliche Erfahrung
- Beleg: Zahlen, Fakten
- Schlussfolgerung
- Dialektische Erörterung: Pro & Contra, endet mit eigener Meinung.
- Lineare Erörterung: Eine Meinung mit Argumenten begründet.
Lyrik
- Kurze, kunstvolle Sprache mit Rhythmus, Reim, Strophen.
- Untergattungen: Ballade (mehrstrophiges erzählendes Gedicht), Hymne (feierlicher Preis- und Lobgesang), (Volks)Lied (strophisch, zum Singen).
- Themen: Natur, Politik, Liebe.
Kinderlyrik
- Gedichte, Reime, Fingerspiele, Verse für Kinder.
- Merkmale: einfache Sprache, Rhythmus, Wiederholungen, kurze Texte, kindgerechte Themen, Bewegung & Gestik.
- Förderung: sprachlich, kognitiv, emotional, sozial.
Vermittlungsmethoden
- Vorlesen mit Besprechung des Inhalts, Stimme modellieren, wörtliche Rede deutlich machen.
- Märchenbilderbuch: Einschränkung der Fantasie, da Kind auf Geschehen festgelegt.
- Märchen für Kinder:
- Pro: Verarbeitung von Angst/Problemen, Wertevermittlung, Gefühle verstehen
- Kontra: Überforderung durch Angst, Tod, Gewalt, Entwicklungsstand nicht passend
Textsorten & literarische Gattungen
| Gattung | Beispiele |
|---|---|
| Epik | Romane, Märchen, Kurzgeschichten |
| Lyrik | Gedicht, Lied |
| Drama | Tragödie, Schauspiel |
| Nonfiktional | Bericht, Tagebuch |
Merkmale Märchen
- Unbestimmte Zeit & Ort
- Typische Figuren
- Gut & Böse
- Prüfungen/Aufgaben
- Wiederholungen
- Zahlen: 3, 7
- Happy-End
- Magische Elemente
Lyrik in der pädagogischen Praxis
- Förderung von Sprachentwicklung, Konzentration, Ausdauer, Wortschatz, Gemeinschaftsgefühl, Fantasie.
- Wichtig: Entwicklungsstand der Kinder beachten.
- Pro: Rhythmusgefühl, Gemeinschaft, Fantasie
- Kontra: Überforderung durch schwere Wörter, lange Gedichte, Unterstützung bei Sprachproblemen nötig.
Kindervolkslyrik
- Traditionelle Reime, Verse, oft mündlich überliefert.